Meist wird Kürbiskernöl aus gerösteten Kürbiskernen gewonnen, wobei zwar ein kräftiger Geschmack und eine dunkelbraune Färbung entstehen, aber leider auch viele wertvolle Inhaltstoffe leiden oder zerstört werden.
Es gibt aber auch eine aus ungerösteten schalenlosen Kürbiskernen kalt gepresste kulinarische Besonderheit mit milderem Geschmack und hellerer Färbung: ein gesunder Genuss, der Salatgerichte, Saucen, Suppen und Süßspeisen bereichert. Da es jedoch nicht erhitzt werden sollte, eignet es sich weder zum Kochen noch zum Braten oder Frittieren. Der Rauchpunkt liegt bei 120°.
Kürbiskernöl enthält Selen und Vitamin E und kann den Organismus durch deren antioxidative Wirkung vor freien Radikalen schützen. Linolsäure und Phytosterine sollen einen erhöhten Cholesterinspiegel senken helfen. Aufgrund der entzündungshemmenden Eigenschaften wird das Öl bei rheumatoider Arthritis eingesetzt. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wirken gefäßerweiternd, senken den Blutdruck und können Herz-Kreislaufschwächen und Blasenleiden vorbeugen helfen.
Außerdem wird dem Kürbiskernöl eine positive Wirkung bei Prostata-Problemen nachgesagt, was aber nicht durch klinische Studien sondern bisher nur im Tierversuch belegt wurde.
Das Öl wird in der Kosmetik gerne als Trägeröl eingesetzt, da es viele Wirkstoffe wie die Vitamine A und E und Carotinoide enthält, die helfen, die Haut zu pflegen. Deshalb wird es gerne bei trockener Haut, Faltenbildung, Hautalterung, Schwangerschaftsstreifen, schuppiger und rissiger Haut verwendet.