Öl mit Lavendel

Sonnenblumenöl

Ernährungstipps, Rohkost

Sonnenblumenöl ist weltweit eines der beliebtesten und günstigsten Speiseöle. Du kannst es in der nativen oder raffinierten Variante kaufen. Natives Sonnenblumenöl wird kalt gepresst und nicht weiter bearbeitet. Es ist hellgelb und schmeckt nussig. Es sollte gar nicht erhitzt werden, da es sonst schädliche Transfettsäuren entwickeln kann. Raffiniertes Sonnenblumenöl dagegen wird von Farb- und Bitterstoffen gereinigt. Deswegen schmeckt es neutraler, hat eine blassere Farbe und kann auch zum Braten verwendet werden.

Das relativ geschmacksneutrale Öl eignet sich für all die Speisen, bei denen ein kräftiger Geschmack nicht gewünscht ist, wie Mayonnaisen, milde Salatsaucen und Süßspeisen, aber auch zum Ansetzen von Kräuter- und Badeölen und zur Seifenproduktion.

 

 

Sonnenblumenöl besteht vor allem aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die wichtigsten von ihnen sind die Omega-6-Fettsäure Linolsäure und die einfach ungesättigte Omega-9-Fettsäure Ölsäure. Wie viel das Sonnenblumenöl von diesen beiden Fettsäuren enthält, hängt davon ab, ob es sich um normales oder ein sogenanntes „high oleic“, also besonders ölsäurereiches Sonnenblumenöl handelt. Letzteres wird aus einer speziellen Sonnenblumensorte hergestellt, deren Kerne besonders viel Ölsäure enthalten. Laut Stiftung Warentest können raffinierte Sonnenblumenöle allerdings ungesunde Transfette enthalten (2).

 

 

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

  • 50-75% Linolsäure (Omega-6Fettsäure) (bei „high oleic“ 3-15%), eine essentielle Fettsäure, die unser Körper für eine gesunde Haut braucht, und um andere Fettsäuren herzustellen. Zuviel davon aber bremst die Funktion von Omega-3-Fettsäuren. Ein gutes Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3 liegt  zwischen 5 : 1 und 2 : 1 (1). Leider enthält Sonnenblumenöl kaum Omega-3-Fettsäuren.
  • 15-40% Ölsäure (einfach ungesättigte Omega-9-Fettsäure) (bei „high oleic“ bis 92%), die bei Diabetes-Patienten die Insulin-Resistenz senken, das Immunsystem stärken und antientzündlich wirken soll.
  • 40-70 mg Vitamin E pro 100 g stellen Raps- und Olivenöl in den Schatten. Dieses wichtige Vitamin gehört zu den Antioxidantien, die unsere Zellen vor den schädlichen Angriffen von sogenannten freien Radikalen schützen. Darüber hinaus braucht unser Körper Vitamin E für den Fettstoffwechsel und eine gesunde Haut.

 

Da Sonnenblumenöl viel Linolsäure und Vitamin E enthält, wirkt es positiv auf die Haut. Laut einer Studie hilft es bei der Wundheilung (3), wirkt antibakteriell und unterstützt die Regeneration der Haus. Wegen dieser positiven Eigenschaften findest du Sonnenblumenöl in vielen Hautpflegeprodukten – du kannst aber auch einfach natives Sonnenblumenöl statt Hautcreme verwenden. So sparst du Geld und Verpackung und weißt genau, welche Stoffe auf deine Haut kommen. Gegen eine trockene Kopfhaut hilft das native Öl besser als ein Schuppenshampoo.

 

Wegen seines milden Geschmacks eignet es sich auch gut zum Ölziehen.

 

 

Studien und Tests:

  1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18408140/
  2. https://www.test.de/Sonnenblumenoel-Gutes-Oel-muss-nicht-teuer-sein-4458110-4459115/
  3. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5796020/

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